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Lebensmittelchemie (Staatsexamen)

Allgemeine Informationen

Name des Studienfachs: Lebensmittelchemie
Abschluss: Staatsexamen (St.-Ex.), Staatsexamen (außer Lehrämter)
Umfang: 270 LP
Regelstudienzeit: 9 Semester
Studienbeginn: Wintersemester
Studiengebühren: keine
Zugang: zulassungsbeschränkt, Uni-NC

Studieren ohne Abitur: Nein

Spezifische Zugangsvoraussetzungen: Nein

Fakultät: Naturwissenschaftliche Fakultät II - Chemie, Physik und Mathematik

Institut: Institut für Chemie

Charakteristik des Studienfachs

Lebensmittelchemie ist ein angewandtes Fach. Es werden "Anleihen" in vielen Fachgebieten gemacht. Dies fördert die interdisziplinäre Denk- und Arbeitsweise. Vor allem spielen analytisch-chemische Fragestellungen eine wichtige Rolle, aber auch mikrobiologische, biochemische, botanische, lebensmittelrechtliche Aspekte sind bedeutend.

Mit Beginn des Wintersemesters 2000/ 01 wurde am Fachbereich Chemie der Universität der Studiengang Lebensmittelchemie erstmals angeboten.

Weitere Informationen zum Studium: http://studieninfo.chemie.uni-halle.de/

Rahmenbedingungen für ein Studium in Halle

Das Institut für Chemie ist zum großen Teil in einem großzügigen Funktionalbau auf dem Weinberggelände untergebracht, der in den letzten Jahren nach modernsten Gesichtspunkten rekonstruiert wurde. Vom Stadtzentrum aus ist dieses Hauptgebäude des Instituts für Chemie mit der Straßenbahn, dem Stadtbus oder auch dem Fahrrad in wenigen Minuten erreichbar.

Das Studentenwerk Halle verfügt über ein umfangreiches Angebot an Wohnheimplätzen, auch in unmittelbarer Nachbarschaft am Weinberg. Schon vor der Immatrikulation kann man sich für eine Wohnheimunterbringung bewerben.

Während des gesamten Studiums stehen Praktikumsplätze termingerecht und in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Die Regelstudienzeit ist somit weitgehend garantiert. Geräte, Chemikalien und Verbrauchsmaterial werden unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Regelstudienzeit und Studienabschluss

Die Regelstudienzeit des Hochschulstudiums beträgt 9 Semester und schließt mit dem zweiten Prüfungsabschnitt der Staatsprüfung ab.

Berufsbild des Lebensmittelchemikers

Lebensmittelchemiker sind wissenschaftlich ausgebildete Experten in einer speziellen Disziplin der Chemie, die in erster Linie dem Schutz des Verbrauchers verpflichtet sind. Ihr Ziel ist vor allem,

  • die Zusammensetzung der meist sehr kompliziert aufgebauten Lebensmittel und ihrer Rohstoffe zu ermitteln und das Wissen darüber laufend zu erweitern,
  • die Reaktionen der Inhaltsstoffe von Lebensmitteln bei der Lagerung, Zubereitung und Verarbeitung im gewerblichen und industriellen Maßstab zu untersuchen und die Kenntnisse zu nutzen, um die Qualität der Erzeugnisse laufend zu verbessern,
  • unerwünschte natürliche Bestandteile sowie Spuren von Rückständen und Verunreinigungen in Lebensmitteln und Trinkwasser aufzuspüren, die Quellen möglicher Belastungen zu erkennen und zu beseitigen,
  • die verfügbaren Methoden, insbesondere für Spurenanalysen, und ihre Leistungsfähigkeit ständig weiterzuentwickeln, um möglichst zuverlässige und aussagekräftige Messdaten zu gewinnen.
  • die Art, Reinheit und Wirkungsweise von Zusatzstoffen zu überprüfen und deren optimale und sichere Anwendung zu gewährleisten,
  • die erhaltenen Untersuchungsergebnisse umfassend lebensmittel- und umweltrechtlich zu bewerten.

Berufsausübung

Das Berufsbild des Lebensmittelchemikers ist zur Zeit in einer Phase des Umbruchs. Das klassische Berufsbild in der staatlichen Lebensmittelüberwachung gilt heute nur noch für einen geringen Anteil der Berufskollegen. Wissenschaftlich-technische Neuerungen des Fachs, die Internationalisierung von Produktion und Vertrieb sowie die kritische Diskussion des Themas „Lebensmittel" in der Öffentlichkeit zeigen die breit angelegten Betätigungs- und Entwicklungsmöglichkeiten in diesem Berufsfeld.

Für Untersuchungen und Beurteilungen im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung sind Lebensmittelchemiker meist in Chemischen Untersuchungsämtern der Bundesländer tätig; hinzu kommen Positionen bei Ministerien und Vollzugsbehörden.

Freiberuflich tätige Lebensmittelchemiker in einem selbständigen Handelslabor (Umweltlabor) beraten Hersteller, Importeure und Handel durch Untersuchungen und rechtliche Beurteilungen ihrer Güter.

In der Ernährungswirtschaft sowie in der Kosmetik- und Bedarfsgegenstände-lndustrie haben Lebensmittelchemiker umfangreiche Aufgaben in Forschungs- und Entwicklungslaboratorien und sind meist rechtlich verantwortlich für alle Kontrollfunktionen und die Qualität der Produkte.

In der Lebensmittelforschung arbeiten Lebensmittelchemiker an Universitätsinstituten sowie an Forschungsanstalten des Bundes und der Lebensmittelwirtschaft. Darüber hinaus ergeben sich zahlreiche weitere Tätigkeitsbereiche in Laboratorien und Untersuchungsstellen im Bereich des Trinkwassers, der Umwelt (Abwasser, Luft und Boden), der Landwirtschaft, der chemischen und pharmazeutischen Industrie, der chemischen Toxikologie, gerichtlichen Analytik und klinischen Chemie, also überall dort, wo die speziellen Kenntnisse des Lebensmittelchemikers in der Analytik komplexer Substrate und der Beurteilung der Ergebnisse gefragt sind.

Studienvoraussetzungen

Voraussetzung für die Aufnahme eines Studiums der Lebensmittelchemie ist die allgemeine Hochschulreife oder eine von einer zuständigen staatlichen Stelle anerkannte Hochschulzugangsberechtigung.

Bewerber und Bewerberinnen sollten Freude an Naturwissenschaften und experimentellem Arbeiten haben. Voraussetzung sind fundierte Grundkenntnisse in den Naturwissenschaften und in der Mathematik.

Bewerbung- und Zulassungsverfahren

Die Entscheidung über eine universitätsinterne Zulassungsbeschränkung (Uni-NC) wird zu jedem Wintersemester neu getroffen.

Der Studiengang unterliegt zur Zeit einer universitätsinternen Zulassungsbeschränkung (Uni-NC).
Über Einzelheiten des Bewerbungs- und Auswahlverfahrens informieren Sie sich bitte jeweils ab April bei der Allgemeinen Studienberatung oder im Internet unter den Seiten des Immatrikulationsamtes http://immaamt.verwaltung.uni-halle.de.

Studienbeginn

Im Wintersemester (jeweils im Oktober eines Jahres)

Studienverlauf und Studieninhalt

Das Lebensmittelchemie-Studium gliedert sich in ein Grundstudium (1.-4. Fachsemester und erster Prüfungsabschnitt) und ein Hauptstudium (5.-9. Fachsemester und zweiter Prüfungsabschnitt) mit wissenschaftlicher Abschlussarbeit.

Grundstudium

Das Grundstudium des Studiengangs Lebensmittelchemie ist zum Teil deckungsgleich mit dem Studium der Chemie. Es werden Vorlesungen, Übungen und Praktika zu folgenden Fächern angeboten:

  • Anorganische Chemie
  • Organische Chemie
  • Physikalische Chemie
  • Analytische Chemie
  • Naturstoffchemie/Biochemie
  • Toxikologie/Rechtskunde
  • Mathematik/Informatik
  • Experimentalphysik
  • Biologie/Botanik.

Hauptstudium

Ein Schwerpunkt des Hauptstudiums sind lebensmittelchemische Praktika. Dort werden insbesondere analytisch-chemische Arbeitstechniken erlernt. Daneben werden Vorlesungen, Übungen und Praktika zu folgenden Fächern angeboten:

  • Lebensmittelchemie
  • Lebensmitteltoxikologie
  • Lebensmitteltechnologie
  • Lebensmittel- und Umweltanalytik
  • Umweltchemie
  • Biotechnologie
  • Lebensmittelrecht
  • Mikrobiologie
  • Botanik/Mikroskopie
  • Ernährungslehre, Ernährungswirtschaft.

Im 9. Fachsemester wird eine wissenschaftliche Abschlussarbeit angefertigt.

Weiterhin hat jeder Student die Möglichkeit, aus einem umfangreichen Angebot an Spezialvorlesungen auszuwählen und sich ein vertieftes Wissen anzueignen. Die Themen für die wissenschaftliche Abschlussarbeit und auch für Dissertationen werden entsprechend den Forschungsschwerpunkten an den Instituten vergeben.

Praktische Ausbildung

Die Ausbildung zum staatlich geprüften Lebensmittelchemiker erfordert eine einjährige Praktikantenzeit in einem dafür zugelassenen Chemischen Lebensmitteluntersuchungsamt (nicht mehr Bestandteil des Studiums). Im Anschluss daran wird der dritte Prüfungsabschnitt der Staatsprüfung abgelegt werden. Sie ist die Voraussetzung für den Ausweis als staatlich geprüfter Lebensmittelchemiker.

Eine Promotion ist für den weiteren beruflichen Werdegang nicht unbedingt notwendig, aber empfehlenswert.

Zusätzlich Diplom-Abschluss

Nach bestandenem zweiten Prüfungsabschnitt kann das Institut für Chemie den akademischen Grad "Diplom- Lebensmittelchemiker"/ "Diplom-Lebensmittelchemikerin" verleihen. Voraussetzung ist die Anfertigung einer Diplomarbeit oder die Anerkennung als solche einer experimentellen wissenschaftlichen Abschlussarbeit.

Fachstudienberater

Bitte wenden Sie sich mit Detailfragen zum Studieninhalt und -ablauf direkt an die Fachstudienberatung.

Kontakt

Prof. Dr. Marcus Glomb

Institut für Chemie
Kurt-Mothes-Straße 2
Raum 427
06120 Halle (Saale)

Telefon: 0345 55-25784
Telefax: 0345 55-27341

Sprechzeiten:
nach Vereinbarung

Postanschrift:
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Chemie
06099 Halle (Saale)

Zuständiges Prüfungsamt

Kontakt

Kerstin Baranowski

Studiendekanat der Naturwissenschaftlichen Fakultät II
Von-Dackelmann-Platz 3
Raum 1.42/1.43
06120 Halle

Telefon: 0345 55-25600/1
Telefax: 0345 5527223

Sprechzeiten:
Di: 10:30 bis 11:30Uhr und 13:30 und 16Uhr
Mi: 13:30 bis 16Uhr
Do:10:30 bis 11:30Uhr und 13:30 bis 16Uhr

Kontakt

Dr. Kerstin Brennecke

Studiendekanat der Naturwissenschaftlichen Fakultät II
Von-Dankelmann-Platz 3
Raum 1.44
06120 Halle

Telefon: 0345 55-25602
Telefax: 0345 55-27223

Sprechzeiten:
Di: 10:30 bis 11:30Uhr und 13:30 und 16Uhr
Mi: 13:30 bis 16Uhr
Do:10:30 bis 11:30Uhr und 13:30 bis 16Uhr

Kontakt

Karin Klaube

Studiendekanat der Naturwissenschaftlichen Fakultät II
Von-Danckelmann-Platz 3
Raum 1.42/1.43
06120 Halle/Saale

Telefon: 0345 55-25600
Telefax: 0345 55-27223

Sprechzeiten:
Di: 10:30-11:30 Uhr und 13:30-16:00 Uhr
Mi: 13:30-16:00 Uhr
Do: 10:30-11:30 Uhr und 13:30-16:00 Uhr

Information des Career Centers

Das Career Center der Uni Halle bietet für diese Fachrichtung zur Zeit:
Studenten-/ Nebenjobs, Praktika, Abschlussarbeiten, Berufseinstiege und Referendariate/ Traineeships an.

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